16.04.2008

„Der Erfolg in Speyer öffnet viele Türen“

Stefan Golea, Leiter des Projektchores „World of Queen“, spricht über Erfolg, Kritik und neue Projekte

Eine Begeisterungswelle trägt zurzeit den Speyerer Projektchor „Word of Queen“. Nach Auskunft von Chorleiter Stefan Golea waren die Karten für die Konzerte am Freitag und Samstag, 11. und 12. April, jeweils 20 Uhr, im Speyerer Technik- Museum innerhalb von zwei Stunden restlos ausverkauft. Unsere Mitarbeiterin Ellen Korelus-Bruder sprach mit Golea. Herr Golea, haben Sie mit dem großen Erfolg Ihres Projektes gerechnet? Nicht in unseren kühnsten Träumen haben wir uns diese Resonanz ausgemalt. Das, was wir zurzeit erleben, sprengt alle Vorstellungen. Die anhaltend hohe Nachfrage nach Eintrittskarten hat zu der Überlegung geführt, ein Zusatzkonzert am 27. April um 17 Uhr in der Stadthalle Hockenheim zu geben. Besonders hat mich die Begeisterung von Menschen aller Generationen beeindruckt. Worauf führen Sie die große Wirkung zurück, die Sie jetzt erfahren? Alle 104 Chormitglieder sind in den vergangenen Monaten sehr zusammengewachsen und haben an der Projektentwicklung aktiv mitgewirkt. Das hat mich schon im Entstehungsprozess vor manchem Fehler bewahrt. In einem Leserbrief in der RHEINPFALZ vom 19. März wurde Ihnen vorgeworfen, dass die sechsstimmigen Arrangements von Queen-Songs gar nicht so einmalig seien wie im Vorfeld dargestellt. Wie haben Sie auf die Kritik reagiert? Das haben wir sehr gelassen genommen. Inzwischen wissen wir, dass es Noten zu Queen-Arrangements gibt. Bei Recherchen im Internet vor Probenbeginn haben wir keine gefunden und dachten: Was bei „Google“ nicht ist, ist nirgendwo. Es war nicht unsere Absicht, damit zu werben. Allerdings gehen die Leute nicht in Konzerte, um Noten aus Papier zu kaufen, sondern um den Klang der Musik zu erleben. Wie weit ist das von Ihnen angekündigte nächste Projekt „Legends of Rock“ schon gediehen? Probenbeginn ist am 15. September. Unser Pianist und Publikumsmagnet Uwe Balser hat seine Teilnahme auch an diesem Projekt bereits zugesagt. Ebenfalls interessiert sich ein großer harter Kern der Projektchor- Mitglieder auch für die neue Arbeit. Wir haben viele Abende vor „You tube“ gesessen, um geeignete Titel für Chorfassungen zu finden. Pink Floyd wird ebenso dabei sein wie Genesis, Status Quo, Kiss und Alice Cooper. Zurzeit träume ich von zwei Formen der Präsentation zur Premiere im April 2009: Einmal in der Grundbesetzung Chor und Klavier, wie bei „World of Queen“. Über die von mir erhoffte Darbietung mit Chor und Streicherensemble werden die Kosten entscheiden. Wird die Premiere wieder in Speyer stattfinden? Auf jeden Fall. Ich habe mit Speyer wirklich Glück gehabt. Die Entscheidung für die Leitung der Chorgemeinschaft Speyer-Nord im Jahr 2006 war eine Fügung des Schicksals. Denn auf der Weihnachtsfeier wurde die Idee zu „World of Queen“ geboren. Der Erfolg, den wir in der Domstadt erleben, öffnet viele Türen. Gibt es Pläne über „Legends of Rock“ hinaus? Ich möchte einen ständigen Jugendchor in Speyer gründen, der auf deutsche Popmusik spezialisiert ist und auch dessen Organisation übernehmen. Dieses Genre erlebt gerade eine tolle Renaissance. Ich stelle mir Chorfassungen von Titeln von Xavier Naidoo, Ich & Ich oder Herbert Grönemeyer vor, die gut zu arrangieren sind. Grundsätzlich bleibt das Ende neuer Ideen und Projekte offen. (kya)

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